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Luzerner Bergkäse
8 Monate gereift
min. 45% Fett i.Tr.



100g bei uns 2,09€

feincremiger, kräftiger, würziger Rohmilchkäse
von SILOFREI gefütterten Kühen

Die Quelle der frommen Brüder

Das wir heute noch so viel wissenswertes über Käse wissen verdanken wir den europäischen Klöstern in Mittelalter. Sie sammelten Literatur über die Käseherstellung und schrieben ihre eigenen, noch heute berühmten Käseerfindungen nieder.

So findet im Jahre 1115 der Gruyère erstmals urkundliche Erwähnung, 1150 der Chester, 1184 Gouda und Edamer, 1200 Emmentaler und bayrischer Handkäse, sowie 1282 der Appenzeller.

Die schweizerischen Klöster praktizierten eine andere Variante der Käseherstellung. Sie verliehen ihren Käsekessel an die umliegenden Bauern und erhielten als Bezahlung Käse.

Romantischer Instinkt

Im 19.Jhd. wurde Käse schwingend im Kessel über der Feuerstelle zubereitet. Gerührt wurde mit einem Tannenzweig, die richtige Temperatur mit dem Ellbogen ermittelt und die Labzeit über das wiederholte Aufsagen des Vater-unsers bemessen. Mit dieser Romantik ist es leider ein für allemal vorbei.

Einzug der Erfinder

Der Wissensdurst der Erfinder und die aufkommende Industrialisierung bescherten der Käsekunst allen nur erdenklichen, technischen Fortschritt.

Ferdinand Cohn entdeckte als erster, dass das Reifen des Käses mit Mikroorganismen zu tun hat. Pasteur, Liebig, Metchnikow und Tyndall forschten fieberhaft zum Wohle des Käses. Starterkulturen und Lab wurden im Labor hergestellt, die Geheimnisse von Reifung, Geschmack und Aroma nach und nach entschlüsselt.

Durch die Entwicklung und den Einsatz von Schneiderahmen, Quirls, Quarkseparatoren, elektrischen Schneid- und Rührwerken, riesigen Kesseln und Wannen wurde Voraussetzungen für die Großproduktion geschaffen. Durch automatisch gesteuerte Prozesse konnten erste Großkäsereien in Betrieb genommen werden.

Trotz der Mechanisierung bleibt die Käseherstellung immer noch ein Handwerk. Die Qualität und der Käsegenuss wird durch die Kunst des Käsemeisters bestimmt.

Und dies entstand alles durch die zufällige Entdeckung eines Labquarks im Magen eines steinzeitlichen Rentiers vor 100.000 Jahren.
 
Montag, 21.05.2012